Entry: Wie ist das eigentlich mit Himmel und Hölle? Wednesday, March 10, 2004



 Nachdem hier in meinem Weblog eine ganze Zeit lang Funkstille war, soll doch mal wieder etwas Bewegung hier rein. :-) Ich möchte heute einmal mit einer Frage aufräumen, über die sehr viele Gerüchte und falsche Vorstellungen existieren. Die Frage lautet: Wer kommt eigentlich in den Himmel und wer in die Hölle? Oder anders: Ist der Himmel eine Belohnung und die Hölle eine Strafe?

Die landläufige Meinung
Fragt man Menschen, wer denn in den Himmel kommt, so bekommt man oft, und nicht nur von Katholiken, zur Antwort, dass besonders gute Menschen zur Belohnung in den Himmel kommen, während die Bösen ewig zur Strafe in der Hölle schmoren. Meistens wissen diese Menschen dann aber nicht so recht, was nun wirklich als "gut" oder "böse" zählt, und hoffen einfach, dass Gott sie irgendwie schon in den Himmel reinläßt, notfalls in dem Er ein Auge zukneift. Außerdem glaubt man, dass "gute Menschen" ja eh ein langweiliges Leben haben, also will man bestenfalls nur "ein bisschen gut" sein.

Das klingt alles irgendwie schlüssig, zumindest oberflächlich. Aber stimmt es auch so? Um dies herauszufinden sollte man einfach einmal diese Auffassung mit der Rechtsauffassung unserer Gesetze vergleichen.

Das Problem
Der amerikanische Evangelist und Autor Dave Hunt hat das Problem einmal in einem Artikel sinngemäß so erklärt:

Stell dir vor, du fährst auf der Autobahn zu schnell, wirst erwischt und es kommt zu einem Verfahren. Glaubst du, dass du dann freigesprochen würdest, nur weil du mehr Kilometer gefahren bist auf denen du die Geschwindigkeit eingehalten hast als jene Kilometer, auf denen du ein Raser warst? Oder stell dir vor, du hättest jemanden umgebracht. Würdest du freigesprochen, nur weil du vor oder nach dem Mord, den du begangen hast, einigen Menschen das Leben gerettet hast? Nein! Du würdest ein Raser bzw. ein Mörder bleiben, ganz egal, wieviel Gutes du vorher oder hinterher auch getan haben magst!

In unserer weltlichen Rechtsprechung empfinden wir dies auch durchaus als Gerecht, aber von Gott, der unendlich gerecht ist, mehr als wir es uns mit unserem Verstand vorstellen können, erwarten wir, dass Er sich mit uns auf Kuhhandel einläßt. Wie verlogen und vermessen ist das!

Wie ist es nun wirklich mit Himmel und Hölle?
Nachdem nun also klar ist, dass man mit "guten Taten" keine Schuld bezahlen kann, stellt sich die Frage, wie es nun wirklich ist mit Himmel und Hölle. Die Bibel sagt, dass es keinen einzigen Menschen gibt, der nicht gesündigt hat. Du sagst empört: Aber ich habe doch keinen umgebracht! Das haben die meisten Menschen nicht. Hast du nur einmal gelogen? War dir auch nur einmal etwas wichtiger als Gott? Das reicht schon! Nun sagst du: Ach, Gott soll sich mal nicht so haben! Nun, Gott ist unendlich gerecht. Für Ihn gibt es keine "großen" und "kleinen" Sünden, sondern nur Sünden. Und eine einzige Sünde reicht schon, dass du dir die Folgen der Sünde einhandelst: Tod und ewige Trennung von Gott, so sagt es Gott selbst in seinem Wort.

Eigentlich wäre hier alles aus. Alles wäre total hoffnungslos, denn wir haben nichts, mit dem wir unsere Sünden, also alles, wo wir anders gehandelt haben, als Gott sich das vorstellt, wieder gut machen könnten. Aber Gott möchte keinen einzigen Menschen in der Hölle haben, denn Er hat uns dazu geschaffen, dass wir in Ewigkeit bei Ihm sind und mit Ihm herrschen. Dennoch ist Er absolut gerecht und kann nicht einfach Sünde durchgehen lassen. Eine ausweglose Situation, so scheint es, aber Gott fand einen Weg: Er sandte seinen einzigen Sohn, den Er über alles lieb hat und der niemand anderes war als Er selbst, als Mensch auf diese Erde. Dieser Mensch, Jesus Christus, war jedoch gleichzeitig immer Gott. Er ließ sich von den Menschen ganz furchtbar schlecht behandeln und schließlich ans Kreuz nageln, obwohl Er absolut unschuldig war. Menschlich gesehen hat Jesus dort am Kreuz verloren, aber in Wirklichkeit hat Er dort die Strafe verbüßt, die du und ich verdient hätten. Und als Zeichen seines Sieges ist Er nach drei Tagen wieder auferstanden.

Nun ist es so: Stell dir vor, du schuldest jemandem Geld, sehr viel Geld. Und jetzt kommt ein Freund von dir, der dich sehr gern mag, und sagt: Du, ich weiß, dass du deine Schulden niemals abbezahlen kannst. Komm, ich zahle sie für dich ab. Jetzt kannst du das entweder annehmen oder ablehnen. Nimmst du es an, bist du deine Schulden los, lehnst du es aus Stolz ab, behältst du sie. Hölle ist also keine Strafe, sondern Gott sagt: Ok, du möchtest mit mir nichts zu tun haben und meine Geschenke an dich lehnst du ab. Dann brauchst du auch in Ewigkeit nichts mit mir zu tun haben. Und genau das ist Hölle: ewiges Getrennt-Sein von Gott.

Heißt das nun, dass es völlig egal ist was wir tun? Nicht ganz! Bleiben wir bei unserem Beispiel von eben: Dein Freund hat also deine Schulden bezahlt. Dann wäre es doch eine absolute Unverschämtheit deinem Freund gegenüber, wenn du mal eben kurz Danke sagst, und dann gleich losrennst und weiter Schulden machst, oder? Mit Gott ist es nicht anders. Er hat alle Schuld von dir genommen und ermöglicht es dir, ein ganz neues und befreites Leben zu beginnen. Ein Leben, in dem du nicht wieder deine eigene Suppe kochst, sondern in dem Gott dein allerbester Freund ist, der dich berät und der immer zu dir steht. Du sagst, Gott würde nicht antworten? Doch, tut Er! Zum einen hat Er uns in der Bibel sehr viel darüber mitteilen lassen, was Er wünscht und wie Er denkt und handelt, zum anderen kann man immer wieder erleben, dass Gott da ist und eingreift. Diese Chance auf ein neues und befreites Leben solltest du dir nicht entgehen lassen!

   0 comments

Leave a Comment:

Name


Homepage (optional)


Comments