Entry: Ist etwas gut wenn es gut tut? Wednesday, January 28, 2004



Eine Ergänzung zum Thema "Was ist gut für mich?". Gestern wies mich jemand unerwarteterweise darauf hin, dass es einen kleinen aber wesentlichen Unterschied gibt zwischen etwas, was mir gut tut und etwas, was gut für mich ist.

Oberflächlich gesehen scheint beides das Gleiche zu bedeuten, aber bei genauerem Hinsehen ist es eben nicht so. Seine Probleme mit Hilfe von Drogen oder sonstigen Arten von Verdrängungen zu lösen, mag oberflächlich gesehen gut tun, aber deswegen ist es noch lange nicht gut!

In der anderen Richtung ist es genauso: Nicht alles was gut ist, tut auf den ersten Blick gut. Nicht jede Medizin schmeckt gut, Operationen können weh tun, Geld sparen mühsam sein, aber dennoch können diese Dinge auf lange Sicht gut oder gar lebensnotwendig sein.

Soll man nun auf alles verzichten was "gut tut"? Nein. Es ist oft eine Frage der Menge und vor allem der Motivation. Ein Glas Wein kann gut tun und sogar gut sein, aber eine Flasche Wein auf einmal zu trinken ist nicht mehr gut. Das war die Sache mit der Menge, aber wie ist das nun mit der Motivation? Die entscheidende Frage ist oft: Aus welchem Grund oder mit welchem Ziel tue ich etwas? Bin ich z.B. nur dann nett zu Menschen, wenn ich mir selbst davon einen Vorteil verspreche? So ein Lebensstil mag oberflächlich gut tun, ist aber nicht gut für mich. Wenn ich dagegen meinen Nächsten liebe wie mich selbst, tut mir das gut und ist auch gut für mich.

Gott rät uns von manchen Dingen ab, nicht weil Er uns den Spaß verderben will, sondern weil Er weiß, was langfristig gut für uns ist und Er das Beste für uns will - nicht nur für ein paar Sekunden, sondern dauerhaft.

Zum Schluß noch ein sehr gutes Sprichwort, dass zum Thema paßt:

Bei allem was du tust, bedenke das Ende und du wirst nimmermehr Übles tun.

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